Sonntag, 17. Dezember 2006

Seit die Funduskamera da ist, hat der Kollege so viele auffällige Befunde!!

Der Kollege ist einer der bestaussehendsten Augenärzte in Deutschland. Schon schade, dass ein solch magerer augenärztlicher Verstand sich einen solch schönen Körper als Hülle gesucht hat.....

Nun, er hat jetzt seit einigen Monaten eine Funduskamera, mit der er erbarmungslos, zu Beginn mehr verwackelt und fehlbelichtet als erkennbar, Aufnahmen tätigt, diese ohne Rücksicht auf nicht vorhandene Qualität den Patienten in Rechnung stellt und seine computerisierten Arztbriefe damit ziert.

Diese Woche kam notfallmäßig ein junges Mädchen wegen "akutem Visusverlust und neu aufgetretener weißlicher Netzhautveränderung". Schon die Anamnese der immerhin 16-jähigen jungen Dame, die sich seit dem 3. Lebensjahr (!!) in des sachönen Augenarztes Betreuung befindet, liess Zweifel an der Diagnose aufkommen. Das rechte Auge sei immer schon deutlich schlechter gewesen, trotz Abklebetherapie. Außerdem sei es viel kurzsichtiger als das andere. Oha, denken wir. Amblyopie bei Anisomyopie - Sehschwäche bei unterschiedlich ausgeprägter Kurzsichtigkeit. Nein, eine akute Sehverschlechterung habe sie nicht erfahren.

Der Blick auf den Augenhintergrund enthüllt das fast Unfassliche:

Myelinisierte Nervenfasern!!


Eine Veränderung, die ohne jegliche Ausnahme angeboren ist, extrem auffällig ist, in der Regel mit einer Sehschwäche des betroffenen Auges einhergeht und oft mit einer höheren Kurzsichtigkeit.....

Man fragt sich nur, was der schöne Kollege bei der 14 Jahre währenden "Betreuung" des Mädchens bislang so gesehen hat??? Und welches "akute Geschehen" er wohl hier vermutete??


Donnerstag, 23. November 2006

Kollegen Teil 1

2 Kinder heute:


erstes Kind 3 Jahre, Erstvorstellung. Mit 1 Jahr zum Augenarzt, da Mutter Schielen bemerkt hat. Augenarzt: alles in Ordnung. Mutter zu 2. Augenarzt: alles i.O. 1 Jahr später erneut zum Augenarzt - alles i.O. Jetzt wieder zum Augenarzt - Kind sieht schlecht! Untersuchung: Rechts/links Hyperopie (Weitsichtigkeit) von über 10,0 dpt, Astigmatismus 2-3 Dioptrien. Tiefe beidseitige Refraktionsamblyopie (Visus 0,2 bis 0,3), Strabismus convergens.


2. Kind vier Jahre, Erstvorstellung wegen 2. Meinung wegen Cataract beidseits bekannt seit 1. Lebensjahr. Seit 2,5 Jahren von Klinik regelmäßig schriftlich in Arztbriefen dokumentierte Cararact beidseits mit Nystagmus (Eltern bringen Briefe mit). Visus 0,1 und 0,05. Cataract so dicht, dass Papille nur schemenhaft zu sehen ist. Warum nur keine OP?? Aussichten auf Sehschärfenverbesserung jetzt sehr mäßig.


Macht einen traurig für die Kinder, in Deutschland.

 

die lieben Optiker...



kann es sein, dass Optiker solche Baby-Brillen wirklich ernst meinen??? was denken sie sich dabei??